Wie funktioniert Recycling?

Abfälle Sind wertvolle Rohstoffe

Wer Abfälle wie Verpackungen nicht einfach nur wegwirft, sondern in die richtigen Sammelbehälter entsorgt, trägt zum Klima- und Umweltschutz bei. Hier erfährst du, wie die Aufbereitung von einzelnen Verpackungen funktioniert.

Kunststoffverpackungen

Beispiel: PET-Getränkeflasche

PET-Getränkeflaschen werden gemeinsam mit den anderen Kunststoffverpackungen in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack gesammelt. Danach wird sie auf einem Sortierband von den anderen Kunststoffverpackungen getrennt. Nachdem es Getränkeflaschen in unterschiedlichen Farben gibt, werden auch diese voneinander getrennt.

 

Im Verwertungsbetrieb werden die Flaschen zuerst in einer Mühle zerkleinert, von Fremdstoffen, wie Papieretiketten oder Metallteile, befreit und dann mit einem speziellen Verfahren gewaschen. Nach der Trocknung werden sie zu kleinen Körnern, dem Kunststoffgranulat, gepresst. Aus diesem Granulat werden Vorformen der Getränkeflaschen hergestellt, und daraus können wieder neue Getränkeflaschen entstehen.


Kunststoffverpackungen wie PET-Flaschen in der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack entsorgen.

Tipp: Flaschen vor Entsorgung restentleeren und zusammendrücken.

Metallverpackungen

Beispiel: Getränkedose

Ausgangsmaterial für Getränkedosen aus Aluminium ist Bauxit. Nach Sauerstoff und Silicium ist Aluminium das dritthäufigste Element der Erdkruste und damit das häufigste Metall. Für 1 kg Aluminium werden 4-7 kg Bauxit bzw. 10 kg Gestein benötigt. Der Abbau braucht also viele Flächen.

 

Die gute Nachricht: Die Wiederverwertung von Aluminium benötigt nur etwa 5 Prozent der Energie, die zur Herstellung des Ausgangsmaterials benötigt wird. Das heißt, bei gleichem Einsatz von Energie kann nicht nur eine Dose, sondern gleich 20 Dosen hergestellt werden. Darum ist es wichtig, die Getränkedosen in den richtigen Sammelbehälter, also den blauen Tonnen, zu entsorgen.


Alu-Dosen in der Tonne mit dem blauen Deckel bzw. im blau-gelben Container entsorgen.

Tipp: Dosen vor Entsorgung restentleeren und zusammendrücken.

Papierverpackungen

Beispiel: Versandkarton

Um aus alten Kartons neue zu machen, wird das Altpapier möglichst sauber gesammelt. Eine gemeinsame Erfassung mit Restmüll, Glas oder Kunststoff würde die Papierfasern verunreinigen und damit den Recyclingablauf stören. Zuerst wird also das Altpapier in der Tonne mit dem roten Deckel oder am Recyclinghof gesammelt und anschließend in einer Papierfabrik wiederaufbereitet.

 

In der Papierfabrik wird das Altpapier in sogenannten Pulpern – riesengroße Mixer – zerfasert. Hier wird Wasser hinzugefügt und es entsteht ein Papierbrei. Das Papier für den Karton wird auf feinen Sieben „geschöpft“, zu langen Bahnen gepresst und anschließend getrocknet. Danach können wieder neue Verpackungen aus Papier hergestellt werden.


Verpackungen aus Papier und Pappe im Container mit dem roten Deckel entsorgen. 

Tipp: Kartons vor Entsorgung flach drücken oder zerkleinern.

Glasverpackungen

Beispiel: Weinflasche

Glas besteht aus Quarzsand und wird bereits seit mehr als tausend Jahren eingesetzt. Das Gute an Glas ist, dass es beinahe unendliche Male wiederverwertet werden kann – wenn es richtig entsorgt wird: Farbloses Glas in die Tonne mit dem weißen Deckel und Buntglas in den Container mit dem grünen Deckel.

 

Wichtig ist, dass nur Verpackungsglas, wie z.B. Weinflaschen, in die Abfalltonne entsorgt wird. Denn Glas ist nicht nur ein Stoff, sondern besteht aus mehreren Ausgangsstoffen. Stichwort: Bleikristallglas. Da steckt schon das Wort „Blei“ im Namen und sagt uns damit, dass hier auch noch ein anderes Ausgangsmaterial enthalten ist. Landen neben Glasverpackungen z.B. auch Trinkgläser im Container, wird dadurch die Wiederaufbereitung erschwert.


Buntglas im grünen Container und farbloses Glas in der Tonne mit dem weißen Deckel entsorgen.

Tipp: Entfernt Deckel oder Schraubverschlüsse vor Entsorgung der Glasverpackungen.